Unsere Instrumente

Ein Spielmannszug bezeichnet im engeren Sinn eine Musikgruppe, bestehend aus Marschtrommel, Querflöten (Sopranflöten), Lyren, große Trommel und Becken.

Er wurde vorwiegend in der Marschmusik und für Signale eingesetzt.

Traditionell leitet ein Taburmajor den Spielmannszug. Dazu gibt er während des Marsches mit dem sogenannten Küs (Stab) Kommandozeichen.

Ein klassischer Spielmannszug mit erweitertem Flötensatz nutzt auch Diskant-, Alt- und Tenorflöten. In Deutschland ist die nach dem Hersteller benannte Sandnerflöte, oder auch Zauberflöte genannt, am häufigsten verbreitet.

Bis in die 1960 er Jahre wurden meistens die Flöten aus Grenadill - Holz verwendet. Heute bestehen sie aus Metall oder einer Mischung aus Holz und Metall. Auch ein erweitertes Schlagwerk mit zusätzlichen Schlaginstrumenten (große Trommel, Pauke, Stabspiele etc.) kommt immer häufiger zum Einsatz.

     
Instrumente    

Becken

  Becken
Ein Beckenpaar besteht aus zwei runden, leicht gewölbten,
überdrehten wie gehämmerten Scheiben aus einer Bronzelegierung.

Sie werden an jeweils einer Lederschlaufe gehalten, die in der Mitte
eines Beckens mit einem speziellen Knoten so befestigt ist, dass
das Becken nach dem Anschlag schwingen kann.
Der Anschlag erfolgt, indem die beiden Beckenscheiben gegeneinander
geschlagen werden.

Die Becken werden meist im, Zusammenspiel mit der Pauke eingesetzt,
wo sie mit ihrem extrem hohen Klang einen Akzent zu dem Bassklang
der großen Trommel setzen.
     

grosse Trommel

  Große Trommel
Die große Trommel (Pauke) hat im Gegensatz zu ihrer kleinen Schwester
keine Schnarrseiten am Resonanzfell. Ansonsten ist ihr Konstruktionsprinzip
das gleiche wie bei der kleinen Trommel.

Der Durchmesser der großen Trommelkann dagegen bis zu einem Meter
betragen.

Die große Trommel wird mit einem einzigen Schlägel gespielt,
der einen dicken Kopf aus festem Filz aufweist.

Meist wird die Pauke zusammen mit einem Beckenpaar geschlagen,
so dass die niedrigen Frequenzen der Basstrommel und die extrem hohen
der Becken zusammen das rythmische Grundgerüst für die
Spielmannszugmusik liefern.
     
kleine Trommel   Kleine Trommel
Dieses Instrument wird teilweise auch als Marschtrommel bezeichnet.
Man findet es in der Militärkapelle ebenso wieder, wie bei der
Instrumentierung von Schlagzeugen.

Wer Rhythmusgefühl besitzt kommt an diesem Instrument
nicht vorbei und meist auch nicht mehr davon los.
     
Tamburin   Tamburin
Ein Tamburin oder auch Schellentrommel, ist ein Schlaginstrument.
Das Tamburin war schon in irischen Vorzeit und in der Musik
Ägyptens gebräuchlich.

Das Tamburin kann mit Fingern, Handfläche, Faust oder Schlegel
geschlagen oder auch geschüttelt werden.
     
Tambour-Stab   Tambour-Stab
Dieser lange Stab, mit Metallspitze und Quasten wird vom
Stabführer (Tambourmajor) des Spielmannzuges zur
Zeichengebung geführt.

Am Stab orientieren sich alle Spielleute des Zuges.














 
Signalhorn   Signalhorn
Das Horn gehört zu den ventillosen Blechblasinstrumenten und
besitzt ein Kesselmundstück.
Es diente vor allem Jägern zum Anstimmen der Jagdhornsignale.
 
     
Querflöte  

Querflöte
Spielmannsflöten (auch Trommelpfeifen genannt) sind klappenlose Querflöten,
die der militärischen Musiktradition entstammen. Ursprünglich bestanden sie
aus Holz, heute überwiegend aus Metall. Das Mundstück entspricht dem der
Querflöte, ist jedoch aus Kunststoff.

Spielmannsflöten haben sieben Grifflöcher und haben einen Tonumfang von
drei Oktaven.
Sie werden heute vorwiegend von Spielmannszügen und ähnlichen
musiktreibenden Vereinen eingesetzt.
Das Flötenregister im traditionellen Spielmannszug besteht aus 4
verschiedenen Modellen von Spielmannsflöten.

·  Sopranflöte in Ces

·  Alt- (in Fes) und Tenorflöte (in Ces)

·  Diskantflöte (in Fes)
 

Lyra   Lyra
Sie hat den Namen von einem alten griechischen Saiteninstrument,
das einer Harfe ähnelt.

Mit diesem Instrument hat die Lyra allerdings nur die geschwungene
Form gemein.

Bei der Lyra handelt es sich um ein Glockenspiel mit Klangplatten aus
Metall, die klavierartig auf dem Instrument angeordnet sind.

Gespielt wird die Lyra mit einem flexiblen
Lyrahämmerchen mit einem harten, runden Kunststoffkopf.

Mit ihrem hellen glockenartigen Klang ergänzt die Lyra meist die
Melodiestimme, spielt jedoch manchmal auch eine spezielle
Lyrastimme.